Das ewige Biest (Jason Dawn Band V), Carol Grayson
Das ewige Biest (Jason Dawn Band V) v. Carol Grayson
Jason erhält von unerwarteter Seite Hilfe im Kampf gegen die neuen Meistervampire.
Zwei von ihnen entführen seine Freundin Anna, um sie als Druckmittel gegen ihn einzusetzen.
Alexa, eine neu erschaffene Meistervampirin und Annas ehemalige Freundin, spielt ein falsches Spiel und ist auch noch rasend eifersüchtig.
Gemeinsam mit seiner ehemaligen Band macht sich der Vampirfürst auf die Suche und nutzt zum ersten Mal seine neu entdeckte Fähigkeit des Gestaltwandelns.
Die Situation eskaliert, als Leander sich einschaltet und auch noch Jasons ehemalige Gefährtin Miriam erweckt.
Wörter: 38.456, 121 S.
Inhalt: Vampire, Dark Fantasy, Jason Dawn
Leseprobe:
„Ich sehne mich nach der Stille und der Vergänglichkeit“, murmelte Jason, als er aus dem Fenster auf den blühenden Rosengarten vor seinem Landhaus blickte. Es hatte gerade aufgehört zu regnen. Der Duft der regennassen Blumen war so intensiv, dass er sogar das Haus erfüllte.
Anna Welsch hatte diesen Garten liebevoll um Miriams Grab angelegt, bevor sie an die Universität von Glasgow zurückgekehrt war, um ihr Studium fortzusetzen.
„Dazu ist es zu spät“, erwiderte sein Freund Leander, der ihn vom Sofa aus beäugte.
Der Halbengel trug einen legeren Anzug aus schimmerndem dunkelgrauen Stoff, der seinen kraftvollen und doch geschmeidigen Körper betonte, darunter ein schlichtes schwarzes Hemd mit offenem Kragen. Jason selbst war, wie so oft, ganz lässig mit einem schwarzen T-Shirt und gleichfarbiger Jeans bekleidet.
„Deine Grenzgänger haben sieben Vampire mit den Eigenschaften alter Meister erschaffen. Da du sie auf sorgfältig selektierte Freiwillige angesetzt hattest, war Gott sei Dank nicht genug Zeit, mehr Menschen zu wandeln. Außerdem hast du Glück, dass sich vier von den Neuen bereits gegenseitig zerfleischt haben, kurz nachdem sie gewandelt wurden! Soviel zum Thema ‚intelligent’.“
Das letzte Wort kam spöttisch über seine Lippen, doch dann fuhr er wieder sachlich fort: „Auch wenn sie ihre Fähigkeiten in der kurzen Zeit vielleicht noch nicht voll entwickelt haben, sind diese letzten drei Meister gefährlich. Und sie werden sich deinen Regeln vermutlich nicht widerstandslos fügen.“
Leander war heilfroh darüber, dass nicht doch noch mehr von diesen ‚Neuen‘ entstanden waren. Das hatte die Welt allein seiner Intervention zu verdanken.
Ob sie wirklich alle Fähigkeiten alter Fürsten haben?, überlegte Jason. Für einen kurzen Moment war ihm seine eigene, vor kurzem entdeckte Fähigkeit der Gestaltwandlung in den Sinn gekommen.
„Ich habe meiner Rasse zu viel Freiheit gegeben“, gab Jason dann laut zu und starrte nach wie vor aus dem Fenster. „Ich habe überhaupt zu viele Fehler gemacht.“
Er senkte den Kopf gegen die kühle Fensterscheibe angesichts der Schuld, dass er durch seinen Befehl an die Grenzgänger, neue wandlungsfähige Vampire zu erschaffen, deren eigene Vernichtung heraufbeschworen hatte. Ausgerechnet sein Freund Leander Knight hatte diesen schmutzigen Job erledigt und die ihm treu ergebenen letzten Grenzgängervampire getötet! Aber sie hatten zuvor eben diese neuen Meister bereits ins Leben gerufen. Und das war nur möglich gewesen, indem Jason seine eigene Macht mit den Grenzgängern teilte und sie somit mit den Eigenschaften eines Fürsten ausstattete!
Jetzt wandte sich der junge Fürst der Neuzeitvampire um und sah dabei direkt in die Augen des Halbengels, die an einen sternklaren Nachthimmel erinnerten.
Leander musste ihm im Stillen leider Recht geben. Auch wenn die Studentin Anna Welsch aus Deutschland für kurze Zeit den alten, philosophischen Jason zum Vorschein gebracht hatte, so war da immer noch der andere Jason, eine umbarmherzige Kreatur, die selbst vor ihm, seinem langjährigen Freund, Geheimnisse zu haben schien. Ja, Jason Dawn hatte sich verändert. Manchmal erschien er dem Halbengel wie ein Vulkan, der kurz vor dem Ausbruch stand.
„Ein Kampf mit jedem einzelnen von ihnen würde dich zu sehr schwächen, selbst wenn es dir gelänge, sie mit der letzten Einhornwaffe zu vernichten“, bemerkte Leander jetzt. „Wobei ich nicht einmal sicher bin, ob das funktionieren würde, denn indirekt sind sie mit deiner Macht infiziert worden.“
„Das Risiko würde ich eingehen.“
Diesen Artikel haben wir am Freitag, 11. März 2011 in unseren Katalog aufgenommen.
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