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Der Einsame, Marilyn

  • Der Einsame, Marilyn

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(PDF; weitere Formate: siehe unten)

Der Einsame v. Marilyn
(Teil 1 der Serie "Unter einem Dach")

Eine junge Frau nimmt einen Job als Putzfrau im Haushalt eines alleinstehenden Mannes an. Und während er sie anfangs kaum beachtet, beginnt er eines Tages, sie bei ihrer Arbeit zu beobachten. Bald wird aus dem Beobachten Berühren. Doch sein sonstiges, zurückweisendes Verhalten verwirrt und verletzt die junge Frau zusehends. Was will er von ihr?

Wörter: 3.104

Inhalt: Sex M/F, Erotik, Romantik, Sexgeschichten, erotische Geschten, Kurzgeschichten, Verführung

Leseprobe:
Sobald der Sommer da war, wurde es in seiner Dachgeschosswohnung so heiß, dass es kaum auszuhalten war. Er hatte ihr aufgetragen, die hohen Bücherregale im Salon zu entstauben. Sie holte die hohe Leiter aus der Kammer, da der Tritt, den sie normalerweise benützte, sicher nicht hoch genug sein würde. An diesem Tag geschah etwas Unerwartetes. Anstatt, wie er es normalerweise tat, den Raum, in dem sie putzte, zu verlassen, blieb er in seinem Ohrensessel sitzen und beobachtete sie bei der Arbeit auf der Leiter. Zu ihrem Erstaunen machte sie das nervös. Vielleicht weil sie sich in ihrer Arbeit beaufsichtigt fühlte, vielleicht weil sie unter ihrem weiten, luftigen Rock nur ein fast durchsichtiges Höschen trug. Aber er rührte sich nicht vom Fleck, und sie beendete ihre Arbeit, wieder ohne dass ein Wort gesprochen wurde.
An dem folgenden Montag trug er ihr auf, die oberen Küchenschränke aufzuräumen und auf das gründlichste zu reinigen. Wieder stieg sie auf die hohe Leiter, wieder verließ er nicht den Raum, sondern setzte sich auf einen Stuhl direkt neben sie. Das merkwürdige Geschehen der letzten Woche hatte ihr zwar zu denken gegeben, aber sie hatte sich dazu entschlossen, der Sache keinen Wert beizumessen. Daher hatte sie sich an diesem Montag ohne Bedenken mit ihrem hellen Sommerkleid den Temperaturen angepasst. Auf der Leiter stehend ließ dieses Kleid sicher noch mehr Einblicke zu als der weite Rock letzte Woche – und auf einen Büstenhalter hatte sie heute morgen verzichtet. Sie erwartete ein flaues Gefühl in ihrer Magengegend, bemerkte aber stattdessen wie ihre Wangen sich zart röteten. Abermals stieg sie vor seinen Augen die Leiter hoch und begann mit der Arbeit, für die sie bezahlt wurde. Wieder rührte er sich nicht und sprach auch kein Wort. Doch sie war sich sicher, dass er betrachtete, was das Kleid ihn sehen ließ. Und sie konnte nicht sagen, dass ihr das missfiel.
Dieser merkwürdige Zustand beschäftigte sie die ganze Woche. Was hatte ihn nur verändert? Sie hätte geschworen, dass er sich in keiner Weise für sie interessierte, ja -wahrscheinlich noch nicht einmal für Frauen überhaupt. Und warum sagte er nichts? Was wollte er? Besser – was wollte sie eigentlich? Seine Wortkargheit hatte sie erregt, dass war nicht zu bestreiten. Nur arbeitete sie für ihn. Aber was wäre, wenn sich die Pflicht mit dem Vergnügen verbinden ließe? Pflichtbewusstes Putzen und erregender Sex? Das wären Aussichten!
Am nächsten Montag stand sie mit klopfender Brust vor der Tür. Sie hatte heute sehr bewusst auf Höschen und BH verzichtet und abermals das Sommerkleid angezogen. Als er die Tür öffnete, erkannte sie, dass ihm gefiel, was er sah. Heute sollte sie die Kleiderschränke im Schlafzimmer entstauben. Ob er ahnte, wie sehr ihr diese Vorstellung gefiel? Wie die Male zuvor setzte er sich neben die hohe Leiter. Doch diesmal versuchte sie nichts zu verbergen. Und wenn sie hinunterschaute, wich sie seinem Blick nicht mehr aus, sondern legte etwas Freches hinein. Auch er verbarg mit nichts, dass er sie betrachtete und alle Einblicke, die sie ihm gewährte, genoss. Als sie schon dachte, an mehr als Beobachten sei er nicht interessiert, erhob er sich von seinem Stuhl und trat hinter sie an die Leiter.



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Diesen Artikel haben wir am Sonntag, 16. Dezember 2007 in unseren Katalog aufgenommen.


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