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Der Lusträuber, Kai Ericson

  • Der Lusträuber, Kai Ericson

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Art.Nr.: 5099
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Standardformat (eBooks: PDF, Hörbücher: MP3; weitere Formate: siehe unten)

Der Lusträuber v. Kai Ericson

Unglaublich: Welch skurrile Ideen doch Luxus-Ladys entwickeln,
um bei ihren sexuellen Ausschweifungen den ultimativen Kick zu erhalten!
Aber warum nicht? Erlaubt ist, was gefällt – oder?

 

Wörter: 4.529, 16 S.

Inhalt: Sex M/F, MM/F, Erotik, Menage a trois, erotische Geschichten, Kurzgeschichten, Verführung

 

Leseprobe:

Obwohl ihr rotes, hautenges Kleid freizügig dekolletiert war und sie ihre beeindruckende Oberweite mit offensivem Selbstbewusstsein präsentierte, passte sie nicht hierher. Durch ihre distinguierte Art blieb die gepflegte Schwarzhaarige ein Fremdkörper in dem verruchten Amüsierbetrieb. Aus einer der hinteren Nischen schielte sie zusammen mit ihrem Begleiter immer wieder zur Bar. Dort unterhielt sich ein stahlgrauer Bürstenkopf mit einem der Animiermädchen, einer zierlichen Asiatin. Sie schien von dem athletischen Hünen nicht eingeschüchtert zu sein, obwohl dessen Unterarme kräftiger als ihre Oberschenkel waren. Immer wieder mischte sich ihr helles Lachen in den Klangteppich aus seichtem Pop und Soul.
  In der Nische kommentierte die Schwarzhaarige den Flirt an der Bar: „Der graue Schrank ist ein charmanter Plauderer, wie es scheint.“ Sie fragte ihren Partner, was er von ihm halten würde.              
  „Nein, bitte nicht der Preisboxer“, wurde die dunkle Diva von ihrem Begleiter hinter vorgehaltener Hand gewarnt. „Der hat ja eine Visage wie ein Schwerverbrecher!“
  „Seine Physiognomie unterstreicht nur seine physische Präsenz“, flüsterte die Lady in Rot, wobei sie sich verträumt durch ihre dichten, schulterlangen Locken strich. „Außerdem soll er mir gefallen, nicht dir – schon vergessen, Liebling?“
  „Schon gut, du triffst die Wahl … Aber der bullige Kerl ist mir einfach unheimlich“, sagte der  gut gebräunte Blonde. „Sieh nur, Isabella: Dieser finstere, fiese Blick – der Typ ist echt zum Fürchten!“
  „Mit seinen schwarzen glutvollen Augen hat er mich schon mehrmals wohlwollend gemustert. Der finstere Blick galt eher dir. Ich bin sicher ... Er ist an mir interessiert.“
  „Pah, alle Männer starren dir in den Ausschnitt. Musstest du dich denn so anzüglich kleiden? Die anderen Gäste dieser schäbigen Bumsbude denken bestimmt, du gehörst zu den Pferdchen!“
  Sie räusperte sich tadelnd. „Absicht Eduard, wir wollten doch nicht auffallen – aber deshalb musst du ja nicht gleich den Rotlichtjargon adaptieren.“
  „Wie bitte?“
  „Ich meinte, du brauchst dein Vokabular nicht dem Niveau dieses Etablissements anpassen“, raunte Isabella blasiert lächelnd und drehte sich der Bühne zu, auf der sich eine farbige Tänzerin aufreizend langsam um eine Chromstange schlängelte. Die exotische Schönheit verlor nach und nach ihre Hüllen, streichelte sich dabei lasziv über ihren sinnlichen, kaffeebraunen Körper.
  Ihre gekonnte Darbietung verursachte erhebliche Spannungen im Schritt von Eduard. Er begann schwer zu atmen. Nachdem er sich umständlich geräuspert hatte, krächzte er: „Wir könnten die African Queen einladen. Das wäre doch mal eine neue Varian-…“
  Isabellas strenger Blick ließ ihn mitten im Satz verstummen. Sie zog ein Kuvert aus ihrem Designertäschchen und steckte es ihrem Begleiter diskret zu. „Ich habe mich entschieden. Los, Eduard: Gehe zu dem Hünen und fädle die Sache ein.“
  „Aber Isabella, du willst wirklich mit diesem Ungetüm…?“
  Sie nickte entschlossen.
  Ihr Begleiter strich sich skeptisch über den akkurat gestutzten Schnurbart. „Ist er nicht zu alt?“
 „Der sexy Silberrücken ist jünger, als er auf den ersten Blick wirkt. Seine Gestik, seine geschmeidigen Bewegungen ... Der Prachtkerl ist höchstens Mitte Vierzig.“
  „Und somit zehn Jahre älter als wir, Isabella.“
  „Na und? Erfahrung ist wichtig, zudem ist er unerhört maskulin. Er sieht aus, als könnte er die Probleme lösen, vor denen du kapitulierst.“
  Der Blonde sah beschämt zu Boden, murmelte dabei kleinlaut: „Schon möglich … Aber willst du deswegen wirklich so ein dubioses Subjekt aus der Halbwelt bemühen?“
  „Genau dieses Risiko reizt mich – und der Fremde ist für den Job genau der richtige Hengst!“

 

 



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Diesen Artikel haben wir am Donnerstag, 25. Juni 2009 in unseren Katalog aufgenommen.


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