Frauensauna von A. R. Sinnlich
In der Frauensauna taucht eines Tages eine Neue auf. Und obwohl Franziska es besser weiß, ist sie fasziniert von der schönen, aber offensichtlich heterosexuellen Fremden. Anziehung steigert sich zu leidenschaftlichem Begehren und Verliebtheit.
Doch wer verführt hier eigentlich wen?
Wörter: 5.360, 16 S.
Inhalt: Sex F/F, Erotik, lesbisch, Frauen, erotische Geschichten, Kurzgeschichten, Verführung, Frauenliebe
Leseprobe:
Eigentlich hatte ich in solchen Situationen immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, doch heute brachte ich außer einem höflichen Nicken in ihre Richtung nichts zustande. Dabei brauchte sich an diesem Abend niemand vor Männern zu fürchten, es war Donnerstag und somit Frauentag in meiner Lieblingssauna. Ich war spät dran. Alle meine Freundinnen hatten schon den ersten Saunagang in Angriff genommen. In der Umkleide waren nur ich und die Fremde. Ich hatte sie noch nie gesehen und es verirrten sich selten neue Frauen hierher. Es war stadtbekannt, dass die Sauna ab 19 Uhr in lesbischer Hand war. Die Hausfrauen und Rentnerinnen kamen morgens und nachmittags, um uns nicht zu begegnen. Sie hatten wohl Angst, dass wir ihnen was abguckten. Die Fremde musste neu zugezogen oder auf der Durchreise sein, wenn sie das nicht wusste, denn sie wirkte auf mich durch und durch heterosexuell. Als ich meine Kleider in den Spind hängte, schielte ich aus den Augenwinkeln zu ihr hinüber. Sie war verdammt attraktiv. Ihre dunkelbraunen Haare wirkten fusselig und sehr weich. Sie lagen an ihrem schön geformten Kopf an wie eine Strickmütze. Im Nacken und am Pony waren sie in dünne Fransen geschnitten. Sie war nicht groß und hatte eine schlanke Figur. Ihre Brüste waren wunderschön. Eigentlich passten sie gar nicht zu ihrer zierlichen Statur, denn sie waren groß, mindestens Körbchengröße C, und perfekt rund geformt.
Eigentlich waren heterosexuelle Frauen nicht mein Fall. Es gibt Lesben, die verlieben sich regelmäßig in Ehefrauen. Falls es tatsächlich zu einer aufregenden Liebesnacht kommt, entscheiden sich die Heteras jedoch meistens dafür, bei Ehemann und Kindern zu bleiben und die Erfahrung mit einer Lesbe unter „Experiment“ zu verbuchen. Deshalb war ich gegen die Anziehungskraft dieser Frauen schon aus reinen Vernunftgründen immun. Nur meine Freundin Suse verfiel dem Zauber der heterosexuellen Frauen regelmäßig. Wenn sie die Neue zu Gesicht bekäme, würde sie dahin schmelzen und Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um in ihr Bett kriechen zu dürfen. Eigentlich konnte mir das egal sein. Aber irgendetwas störte mich an diesem Gedanken. Die Fremde hüllte sich in ihren Bademantel und lächelte mir scheu zu, als ich die Umkleide verließ. Jetzt war mir klar, warum mir der Gedanke an Suse und diese Frau Unbehagen bereitete. Sie gefiel mir selbst viel zu gut. Diesmal wollte ich das Versuchskaninchen sein!
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Diesen Artikel haben wir am Freitag, 09. Januar 2009 in unseren Katalog aufgenommen.