Nacht der unbegrenzten Möglichkeiten v. Kai Ericson
Leonie fühlt sich sexuell vernachlässigt.
Eine Reise durch die USA soll die Libido ihres matten Volkers wieder in Schwung bringen.
Doch was Leonie in Arizona erlebt, sprengt ihre kühnsten Fantasien!
Wörter: 6.652, 24 S.
Inhalt: Sex MM/F, Erotik, Orgie, Menage a trois, Sexgeschichten, Verführung, erotische Geschichten, Kurzgeschichten, Gruppensex
Leseprobe:
Versonnen bewunderte ich erneut das phallische Felsenmonument. Ich war fasziniert von dem rot glühenden, gigantischen Naturwunder. Es weckte erotische Assoziationen, die prompt die Frage aufwarfen, wann ich wieder Volkers Natur und Härte spüren dürfte?
Ich schwelgte in Erinnerungen. Ach, wie hatte sich mein Volker doch verändert …
Zu Beginn unserer Ehe war er wild und ungestüm, ich wollte mehr Streicheleinheiten und Zärtlichkeiten. Inzwischen war es umgekehrt. Er wollte oft nur kuscheln. Wenn ich ihn zum Oralsex überreden konnte, hatte das Vorspiel kein Nachspiel, weil seine Leidenschaft meist zu schnell übersprudelte. Das machte ihn so müde, dass er schon schlief, bevor mich seine Zunge so richtig auf Touren bringen konnte. Damit aus der Lust kein Frust wurde, blieb mir nichts anderes übrig, als mein Verlangen selbst zu behandeln. Es war demoralisierend: Ich hatte mehr Sex mit meinen Händen als mit meinem Mann.
Ein dumpfes Grollen riss mich aus meinen Gedanken. Ich sah in den Rückspiegel. Hinter uns dröhnten zwei verwegene Rockertypen auf schweren Motorrädern heran. Einer der Biker fuhr ohne Helm. Seine langen blonden Locken flatterten im Fahrtwind. Der andere trug über dem nackten, muskulösen Oberkörper nur eine offene Lederweste. Seine braungebrannten Arme waren tätowiert. Als sie uns mit ihren Harleys überholten, grinsten sie frech in den Wagen.
Ich ließ mich zu einem spontanen Winken verleiten.
Volker verzog mürrisch das Gesicht. Die beiden lachten und brausten davon.
„Born to be wild, oder was?”, nörgelte Volker verächtlich. „Keinen Helm, keine Schutzkleidung – wie leichtsinnig diese Amis doch sind!“
„Vielleicht waren es ja auch Touristen?“, bemerkt ich lakonisch und verschränkte die Arme vor der Brust. Zu spät. Volker hatte meine Reaktion bereits bemerkt. Ich versuchte, die erigierenden Knospen, die sich durch mein enges Shirt gedrückt hatten, mit der zu kühl eingestellten Klimaanlage zu entschuldigen.
Nach fünf Minuten eisigen Schweigens sagte Volker plötzlich: „Du langweilst dich mit mir im Bett, oder?“
Ich biss auf die Unterlippe, gestand dann: „Tja, irgendwie hatte ich mir den Wilden Westen wilder vorgestellt. Noch habe ich nicht bemerkt, dass wir im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sind. Ich habe zumindest einen heißblütigen Hengst erwartet.“
„Noch bin ich kein alter Ackergaul!“
„Ach, Volker – sei doch nicht gleich beleidigt. So habe ich das nicht gemeint.“
„Aber du vermisst Abenteuer?“
Ich zuckte mit den Schultern. Als er mich von oben bis unten musterte, nickte ich zaghaft.
Volker runzelte die Stirne. Nach längerer Bedenkzeit brummte er: „Wir werden ja sehen, ob du den Mut dazu hast!“
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Diesen Artikel haben wir am Donnerstag, 25. Juni 2009 in unseren Katalog aufgenommen.