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Süße Muschel, Kai Ericson

  • Süße Muschel, Kai Ericson

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Art.Nr.: 5094
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Süße Muschel v. Kai Ericson

Ein junges Mädchen sucht in einer Einöde Schutz vor Unwetter.
Dass sie ausgerechnet hier von einer reifen, geheimnisvollen Frau in das
Reich der Sinne entführt wird, hätte sie nie zu träumen gewagt!

 

Wörter: 7.583, 25 S.

Inhalt: F/F, Erotik, Fetisch, lesbisch, erotische Geschichten, Kurzgeschichten, Verführung, erotische Literatur

 

Leseprobe:

„Eine seiner Bräute war eine kleine, mollige Slowenin. Sie hatte auch das Temperament für zwei“, lachte Ruth. „Ich werde die dralle Frohnatur nie vergessen. Sie war tagsüber so lustig und nachts…“ Ihre Stimme erstarb. Ihr Blick ging ins Leere, ihre dunklen Augen begannen feucht zu schimmern. „In einer Gewitternacht kroch sie zu mir ins Bett. Nun … es war beinahe so ein Sturm wie heute, jedenfalls kuschelte sie sich eng an mich. Angeblich weil sie sich fürchtete – und weil mein Onkel so laut schnarchte.“ Ruth fing an, in ihren langen Haaren zu spielen. Während sie eine Strähne um ihren Zeigefinger wickelte, seufzte sie mit sehnsuchtvollem Timbre in der Stimme: „Ihr Name war Zlatica.“
  „Sie hat dich doch nicht etwa verführt?“, fragte Jana mit geheuchelter Naivität.
Ruth lächelte verklärt. Nach einer Pause hauchte sie: „Willst du das wirklich wissen, Mädchen?“
  Gleichgültig vortäuschend zuckte Jana mit den Schultern, ertappte sich jedoch dabei, wie sie kurz darauf emsig zu nicken begann.
  Die Gastgeberin schenkte sich großzügig nach. „Tja, warum soll ich es nicht erzählen? Wir Frauen sind ja unter uns. Also, seit diesem Gewitter kam Zlatica regelmäßig in mein Bett. Die Phantasie des Energiebündels war grenzenlos. Ihre Finger, ihre Lippen und ihre Zunge entlockten mir Glücksschauer, von denen ich nicht zu träumen gewagt hatte. Es war wundervoll. Nacht für Nacht zeigte mir die Slowenin neue Raffinessen.“ Ruth verdrehte versonnen die Augen und seufzte: „Oh Jana, ich sage dir: Es waren sensationelle Wochen - der heißeste Sommer aller Zeiten! Weil ich schon viel erlebt habe, kann ich dir versprechen, dass selbst ein versierter Lover keine vergleichbaren Orgasmen schenken kann. Aber wie sollte er auch?“
  Jana zuckte erneut die Schultern. Dabei löste sich ihr Badetuch. Ein offenherziger Ausschnitt entstand. Obwohl Jana das Tuch sofort wieder vor ihrem Busen zusammenraffte, hatte Ruth bereits erspäht, dass die jungen Knospen in voller Blüte standen.
  Ruth Zungenspitze fuhr lasziv über die sinnlichen, hennarot geschminkten Lippen und gurrte: „Wie gesagt, kein Mann ist fähig, uns perfekt zu verwöhnen. Schließlich können nur wir selbst wissen, wie wir auf spezielle Stimulationen reagieren. Übrigens, der Alterunterschied zwischen Zlatica und mir war damals dem jetzigen von uns nicht unähnlich. Es war die klassische Konstellation: Reife Lady weist naive Unschuld in sexuelle Geheimnisse ein.“ 
  Jana begann schwer zu atmen. Diese Ruth schaffte es doch tatsächlich, dass sich ihr Körper noch intensiver nach Zärtlichkeiten sehnte! Nach Zärtlichkeiten, die ihr ein Mann nicht geben konnte.
  Das Mädchen erinnerte sich an die letzte Nacht mit ihrem Freund. Der experimentierfreudige Student hatte in einem Sex-Ratgeber gelesen, dass die Reizung des G-Punkts den Frauen phantastische Wonnen bescheren würde. Leider hatte er nicht eruiert, wo sich diese geheimnisvolle Stelle befindet. Am Anfang ging er bei der Suche ja noch halbwegs behutsam vor. Doch dann irrten seine Finger planlos durch ihre Vagina. Seine S-EXpetition wurde zu einem dilettantischen Gefummel. Dabei interpretierte er ihr Stöhnen prompt als heiße Lust - in Wahrheit war es der blanke Frust! Erst als sie zu schluchzen begann, brach er das Manöver ab. Weil sich Jana zu dem Vergleich hinreisen ließ, dass er sensibel wie eine Schlagbohrmaschine wäre, redete er zwei Tage nicht mit ihr.
  Jana biss sich auf die Unterlippe. Sie war sich sicher: Mit einer erfahrenen Frau würde es kein Fiasko geben!


 

 



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Diesen Artikel haben wir am Mittwoch, 06. Mai 2009 in unseren Katalog aufgenommen.


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