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Dschungelglut, Maren Frank

  • Dschungelglut, Maren Frank

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Art.Nr.: 1010
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Standardformat (eBooks: PDF, Hörbücher: MP3; weitere Formate: siehe unten)

Dschungelglut v. Maren Frank

Die junge Zoologin Ellen kann endlich ihren Traum verwirklichen und im Amazonasdschungel auf die Suche nach einer sagenumwobenen Riesenschlange gehen.
Begleitet wird sie dabei von Bailey Riverstone, einem Halbindianer, der sie auf der gefährlichen Reise beschützen soll.
Doch Ellen kann sehr gut allein auf sich aufpassen, und Bailey begreift schnell, daß sein Vater, der Ellens Kollege und Mentor ist, seinen Beschützerinstinkt ausgenutzt hat, um ihn an Ellens Seite zu zwingen.
Doch nach dem tragischen Verlust von Frau und Tochter hat sich Bailey von allen Menschen zurückgezogen.
Ob Ellen ihn aus seinem inneren Gefängnis befreien kann?
Und werden sie ihr Ziel angesichts der um sie lauernden Gefahren lebend erreichen?


Wörter: 45.597, 129 S.
Romance, Romantisch, Liebesroman, romantischer Roman, Abenteuer, Liebe

Leseprobe:
„Sie sind so still, alles in Ordnung oder schlägt Ihnen das Klima auf den Kreislauf?“, erkundigte sich Ellen, als sie neben Bailey ins Hotel zurückging.
Wer nicht daran gewöhnt war, bekam von der feuchtheißen Tropenluft buchstäblich einen Schlag vor den Kopf. Jede kleinste Bewegung wurde zu einem Kraftakt, man schwitzte unablässig, so dass die Kleidung permanent am Körper klebte.
„Sehe ich erschöpft oder krank aus?“
„Nicht wirklich“, sagte sie und lächelte ihm zu. Schön ruhig bleiben, auch wenn er ein Gesicht machte, als wertete er ihre freundlich gemeinte Frage als persönlichen Angriff.
Er sah gut aus, sogar sehr gut. Das dünne Hemd mit den aufgekrempelten Ärmeln ließ seine muskulösen Oberarme sehen. Wie die meisten Einheimischen trug er es offen, so dass viel von seiner gut gebauten, haarlosen Brust zu sehen war. Sein langes schwarzes Haar war im Nacken zu einem Pferdeschwanz gebunden. Da er sich wie die einheimischen Männer mit einfachen Messern rasierte, schimmerten seine Wangen schwarz, was ihm den verwegenen Eindruck eines Abenteurers auf Goldschatzsuche verlieh.
„Es ist nicht nötig, dass Sie sich um meine Gesundheit sorgen.“
Ellen seufzte. Eine verschlossene Auster war nichts gegen Bailey Riverstone. Und wenn sie nicht über sein Schicksal Bescheid wüsste, hätte sie nicht gezögert, ihm gehörig die Meinung zu sagen. Wie sehr ihr seine Verschlossenheit auf die Nerven ging! Und dass er verdammt noch mal ein viel zu interessanter Typ sei, als dass er sich einfach so in sein Schneckenhaus verkriechen könne.
„Wer zum ersten Mal in diesem Klima ist, wird davon meistens überrascht. Man ermüdet viel schneller und alles ist anstrengender. Und für mich müssen Sie nicht den harten Mann spielen, dem das angeblich nichts ausmacht.“
„Es macht mir nichts aus.“
Ellen zuckte mit den Schultern und verdrehte die Augen. Bailey ging bereits weiter, trat in das Hotel ein und nickte dem Portier zu.

Warum ging eine so hübsche, intelligente Frau freiwillig auf eine solche Expedition? Diese Frage strich Bailey im Kopf umher, seit Ellen mit den Vorbereitungen begonnen hatte, ihn zum Auffrischen der benötigten Impfungen mitgeschleppt und im Outdoor-Laden ausgerüstet hatte.
In ihren eisblauen Augen, die sich nach ihrer Stimmung von silbriggraublau bis zu tiefem dunkelblau veränderten, lag eine Entschlossenheit und Leidenschaft, die ansteckend wirkte. Er spürte, wie ihn ihre Aura einhüllte, ihr Wille sich auf ihn übertrug.
Nein, so war es nicht. Er ließ zu, dass sie diesen Einfluss auf ihn hatte. Jederzeit konnte er sich ihr widersetzen. Konnte jetzt in dieser Minute zum Flughafen fahren und zurückfliegen.
Aber weshalb sollte er das tun? Weder in Deutschland bei seinem Vater noch in den Staaten bei seiner Mutter fühlte er sich wirklich zu Hause oder gebraucht. Natürlich half er Winona, es gab immer eine Menge zu tun und sie konnte jede Hand gebrauchen. Doch diese Arbeit füllte ihn nicht aus, verursachte kein zufriedenes Gefühl, wenn er abends zu Bett ging.
Außerdem war es besser, wenn er auf Ellen aufpasste. Ob sie nun einen Beschützer brauchte oder nicht, diese angeheuerten Männer waren nicht zu unterschätzen.
Und dann die Tiere, die sie suchen wollte. Sie hatte ihm von den Theorien erzählt, die über die Menschen verschlingenden Riesenschlangen existierten. Deren Maul sollte so riesig sein, dass sie eine Person mit einem Biss verschlingen konnten. Angeblich gab es sogar Augenzeugenberichte über diese Spezies. Und sie hatte ihm Kopien von Zeichnungen gezeigt. Lächerlich. Sie hatte zu viel Phantasie, diese Frau. Aber ein Abenteuer bot eine Dschungelexpedition in jedem Fall.



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Diesen Artikel haben wir am Sonntag, 27. Januar 2008 in unseren Katalog aufgenommen.


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