Sarah v. Shannon O'Hara
Daniel ist fasziniert von seiner neuen Nachbarin und hält seine Phantasien und Empfindungen in einem Tagebuch fest. Und das Tagebuch dokumentiert, wie Daniel in seiner Leidenschaft für Sarah langsam die Kontrolle über Phantasie und Realität verliert. Oder etwa nicht?
Wörter: 3.790, 16 S.
Romance, Romantisch, Liebesroman, romantischer Roman, Liebe, Fantasy, Verführung, Dark Romance
Leseprobe:
Samstag, 15. August, abends
Ich war mit dem Hund eines Mitmieters im Park, der schließt gleich an das Grundstück meiner neuen Nachbarin an. Ich habe versuchte, sie in Haus oder Garten zu entdecken, empfand Traurigkeit, als ich sie nicht fand. Nachdem ich den Hund wieder abgegeben hatte, kletterte ich auf eine der Eichen, die in der Ecke des Parks stehen und deren Äste auch in ihren Garten reichen.
Kaum fand ich einen guten Aussichtspunkt, als leichte Nebelschwaden vor meinen Augen aufzogen und sich verwirrende Bilder vor meinem Blick abzeichneten.
Ich sah uns beide tanzen. Sie trug ein Atem raubendes Kleid, eng anliegend und etwas Besonders an ihrem Bauch. Ich konnte es nicht genau erkennen.
Ich sah sie über mich gebeugt, ein geschwungenes Amulett verschwand zwischen ihren Brüsten in einem dunkelroten BH.
Ohne es recht zu bemerken, verlor ich den Halt, fiel und landete in ihrem Garten. Als ich wieder klar sehen konnte, beugte sie sich mit sorgenvollem Gesicht über mich.
„Hast du dir wehgetan?“
Nein, hatte ich nicht. Aber hier auf dem Rasen, unter der Krone der Eiche in ihrem Arm zu liegen, ihre Wärme und ihren Geruch wahrzunehmen, war zu angenehm, es aufzugeben.
„Ich hole etwas zum Kühlen. Nicht, dass du eine Gehirnerschütterung bekommst.“
Sie ließ mich zurück ins Gras gleiten. Verwundert schaute ich ihr nach. Seit wann verhindert Kühlung eine Gehirnerschütterung? Ich schob den Gedanken beiseite, ließ mich fallen im Bewusstsein, sie wollte mir Linderung schenken.
Sie kehrte mit einem tropfnassen Tuch wieder, beugte sich über mich und ich sah ein geschwungenes Amulett zwischen ihren Brüsten in einem dunkelroten BH eintauchen. Sie hatte ihr Shirt ausgezogen und im nahen Teich genässt.
Hin und her gerissen zwischen Faszination und Befremdlichkeit - nein, es war gruselig! – blieb ich starr liegen, ließ sie tun, was sie meinte, tun zu müssen. Sie half mir wenig später auf die Beine, legte meinen Arm über ihre Schultern und führte mich zu einem Liegestuhl auf der Terrasse. Sicher hielt sie mich. So sicher, dass ich mich zwischenzeitlich wie in einer Umklammerung fühlte. Ihr Atem ging auffällig schwer, als sie mich führte. Allerdings hatte ich nicht den Eindruck, dass sie zu schwach für mein Gewicht wäre.
Nein. Sie ging an meiner Seite, hatte den Kopf ein wenig gesenkt. Ich könnte wetten, sie hat meinen Geruch tief eingesogen.
Hammer, ich liege hier auf meinem Bett, schreibe meine Erinnerungen an den heutigen Tag und stelle fest, dass mich diese Frau irrsinnig erregt. Ich versuche, neutral die Begebenheiten zu beschreiben, und spüre, wie mein Herz zu rasen und mein Blut zu kochen beginnt.
Morgen muss ich unbedingt etwas für die Klausur tun!
Daniel
Sonntag, 16. August, mittags
Ich war wirklich bestrebt, zu lernen. Doch kaum hatte ich mich auf den Balkon gesetzt, als Sonnenstrahlen rot leuchtend auf meine Aufzeichnungen fielen, ich an das Haar meiner Nachbarin denken musste und schon wieder auf das Haus gegenüber schaute. Mein Herz galoppierte, meine Phantasien hetzten hinterher, als ich sie im Vorgarten irgendwelches Gestrüpp einpflanzen sah.
Als hätte sie meine Blicke gespürt, wandte sie sich um.
„Guten Morgen, Daniel“, lachte sie mich an. „Alles wieder sortiert im Kopf?“
Ich nickte, fühlte eine Welle der Verlegenheit in mir aufsteigen. Sie muss mich für einen gammeligen Voyeur halten!
Was hatte ich ihr alles erzählt?
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Diesen Artikel haben wir am Mittwoch, 13. Mai 2009 in unseren Katalog aufgenommen.