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Zauberhafte Verführung, Maren Frank

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Art.Nr.: 1001
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Zauberhafte Verführung v. Maren Frank:

Die junge Leah tritt durch die Heirat mit dem Magier Shane in eine fremde und faszinierende Welt ein und gerät mitten in den Konflikt zwischen zwei mächtigen Zauberern.

Wörter: 26.363, 64 S.
Romance, Romantisch, Liebesroman, romantischer Roman, Abenteuer, Liebe, Fantasy

Leseprobe:

„Oh wie wunderschön Ihr seid, Herrin.“ Die junge Dienerin Tesla verneigte sich vor Leah. „Ihr strahlt wie die Sonne am schönsten Sommertag.“

Das war eine Lüge, und wahrscheinlich wusste das auch Tesla. Sie wollte nur freundlich sein oder glaubte, dass es von einer Dienerin erwartet wurde, die Schönheit ihrer Herrin so zu loben.

Schüchtern lächelte Leah sich selbst im Spiegel an und drehte sich einmal um die eigene Achse. Sie trug ein aufwändig verziertes Hochzeitskleid, das ihre schmale Taille betonte und die festen Brüste hervorhob. Das hellblonde Haar hatte Tesla in mühevoller Arbeit aufgesteckt, was Leah ein erwachseneres Aussehen verlieh.

„Shane wird die Trauung wahrscheinlich kaum abwarten können, wenn er dich so sieht“, grinste Sanya. Sie war Leahs vier Jahre ältere Halbschwester und hatte die Vorbereitungen der Braut seit dem frühen Morgen mit neugierigem Blick verfolgt.

Tesla holte ein Döschen aus ihrem Fundus, das eine rosafarbene Creme enthielt. Mit den Fingerspitzen tupfte sie Leah etwas davon hinter die Ohren. Süßlicher Blumenduft erfüllte das Gemach. „Es wird Euch im Ehebett sicher gefallen, Herrin. Der Magier Shane ist ein sehr gut aussehender Mann. Und man sagt ...“ Sie kicherte und verriet damit, wie jung sie noch war. Zwar kannte sie ihr Geburtsdatum nicht, aber älter als vierzehn Jahre konnte sie noch nicht sein. „Man sagt, er sei ein sehr guter und erfahrener Liebhaber, der weiß, was Frauen glücklich macht.“

Nervös ging Leah in dem Zimmer umher, das achtzehn Jahre lang – seit ihrer Geburt – ihr Zuhause gewesen war. In wenigen Stunden würde sie Shane heiraten und fortan auf seinem Landsitz leben. In seinem Bett liegen. Sie blieb einige Schritte von Tesla und Sanya entfernt stehen. Tesla machte keinen Hehl daraus, wie sehr sie sich einen Mann wie Shane, den Magier von Arjandor, wünschte. Und in Sanyas Augen hatte sie kurz einen Anflug von Neid gesehen und Bedauern, nicht an ihrer Stelle zu sein. Wie gerne Leah mit ihr tauschen würde. Aber nicht Sanya war es, die ihre Eltern verheiraten wollten. In Sanyas Adern floss kein so edles Blut, sie war das Kind von Leahs Vater und einer einfachen Dienerin, die bis zu ihrem frühen Tod seine Favoritin gewesen war. Kurz nach ihrer Beisetzung hatte er Liskaya, Leahs Mutter, kennen gelernt und geheiratet. Liskaya hatte sich der kleinen Sanya angenommen und sie wie eine eigene Tochter aufgezogen.

„Mit erfahrenen Männern macht es viel mehr Spaß.“ Sanya vollführte eine eindeutige Handbewegung. Tesla kicherte. Röte zeigte sich auf ihren Wangen und verriet, wie fremd ihr diese Dinge noch waren.

Leah wusste nicht viel mehr über die körperliche Liebe und wandte schnell den Blick ab. Shane hatte sie ausgewählt, und ihre Eltern hatten nur zu gern zugestimmt, ihm ihre Tochter zur Frau zu geben.

Sanya bemerkte, wie verspannt ihre Schwester aussah, trat zu ihr und drückte ihre Hand. Der Schalk war nun aus ihrem Blick verschwunden. „Du solltest dich nicht fürchten, Liebes.“

Leah schluckte und straffte ihre Gestalt. Sie war fast so groß wie Sanya und bewegte sich mit der gleichen Eleganz wie ihre Schwester. Das war ihrer Mutter zu verdanken, die ihnen Bücher auf den Kopf gelegt und sie gezwungen hatte, den langen Empfangssaal damit zu durchschreiten, wieder und wieder. „Ich … ich werde keine Angst haben. Ich bin stark, ich kann es ertragen, was auch immer geschehen wird.“

Sanya verdrehte die Augen zur Decke und schüttelte den Kopf. „Ach Liebes, du redest wie ein Lamm, das man zur Schlachtbank führt.“



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Diesen Artikel haben wir am Sonntag, 02. Dezember 2007 in unseren Katalog aufgenommen.


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