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Devote Liebe, Marina von Rüssen

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Devote Liebe v. Marina von Rüssen

Joy begibt sich auf eine Reise - mit ihrem Herrn und zu sich selbst. Vincent erahnt ihre dunklen Gelüste nach sexueller Unterwerfung und wird sie in den nächsten Tagen an die Grenze von Lust und Schmerz führen - und darüber hinaus ...

Wörter: 24.081, 74 S.

Inhalt: BDSM, M/f, f/f, oral, Erotik, Unterwerfung, erotische Geschichten, Kurzgeschichten, Sex Geschichten, Sexgeschichten, erotisches eBook, Peitsche, Meister, Sklavin, Dienerin

Leseprobe:

Der Zug fuhr pünktlich in den Bahnhof ein. Vincent hatte Joy am Vortag folgende Anweisung gegeben: Sie sollte zwei Fahrkarten sowie Platzkarten für die Strecke von und nach Hollfeld besorgen. Er selber würde in Hamburg zusteigen. Er hatte es nun doch irgendwie geschafft, sich für zwei Tage frei zu nehmen.
Sie hatte gleich das ganze Abteil reserviert, damit sie allein sein konnten. Nun saß sie am Fenster und schaute auf die vorbeifliegende Landschaft. Sie lauschte dem Rattern des Zuges, und in ihren Gedanken tobte – Vincent. Würde er wirklich kommen? Kaum vorzustellen, er war ein beschäftigter Mann. Ein sehr beschäftigter Mann.
Die Fahrt nach Hamburg verlief ohne Probleme. Der Zug hielt am Bahnhof. Joy schaute aus dem Fenster, beobachtete die Menschen – aber sie konnte Vincent nicht entdecken. Dann hörte sie, wie die Tür des Abteils hinter ihr aufgezogen wurde. Sie drehte sich um und strahlte. Vincent begrüßte sie liebevoll, umarmte sie, bedankte sich, dass sie alles so gut erledigt hatte – und er lobte sie, dass sie daran gedacht hatte, das ganze Abteil zu reservieren. Er verstaute seine Reisetasche über ihrem Kopf und zog seine Jacke aus.
Joy saß auf ihrem Platz und beobachtete ihn dabei. Sie mochte seine Männlichkeit, seine Muskeln – die Proportionen seines Körpers. Und sein feines, aber bestimmtes Gesicht. Vincent begann ein Gespräch über alltägliche Dinge: Wie ihre Fahrt bislang war, wollte er wissen, und wie es ihr ginge. Sie antwortete und dachte sich, als sie ihn so ansah, dass Fremde kaum ahnen würden, wie dominant er sein konnte – und was für Fantasien sich hinter seiner Freundlichkeit verbargen.
Kurze Zeit später, sie fuhren schon eine ganze Weile, riss der Schaffner die Tür auf und fragte nach den Fahrkarten. Joy gab sie ihm und legte die Fahrkarten wieder zurück in ihre Handtasche, die sie auf der Ablage verstaute.
Als sie sich wieder gesetzt hatte, erschrak sie innerlich. Plötzlich hatte er wieder diesen Blick in seinen Augen: sie funkelten, kalt und schwarz. Es schienen die Augen eines Magiers zu sein – sie blickten sie an, als würden sie etwas von ihr fordern. Etwas Ungeheuerliches.
Joy hörte, wie ihr Herz klopfte. Sie wusste, wenn Vincent sich so verwandelte, begann ihr Spiel. Ein Spiel, das sie kennengelernt hatte. Ein Spiel, das sie fesselte. Ein Spiel, in dem er sie Grenzen überschreiten ließ, von denen sie nie geahnt hätte, dass hinter ihnen noch weitere Welten verborgen liegen. Welten der vollkommenen Freiheit. Welten, die nur erreicht, wer bereit ist, sich aufzugeben.
„Joy.“ Seine Stimme war dunkel, klar und bestimmt. „Hast du die Klammern an deinen Brustwarzen? So, wie ich es befohlen habe?“
Joy richtete sich auf. „Ja, Herr, ich habe gehorcht.“
„Gut.“ Seine Stimme klang nun sanfter.
Aber sie hörte, dass sich hinter dieser Sanftheit seine Strenge verbarg – und dass er nicht daran dachte, nun weiter zu plauschen.
„Dann schließe jetzt die Vorhänge vor dem Fenster und vor der Tür.“
Sie tat, was er befahl. Als sie auch die Vorhänge der Tür schließen wollte, öffnete sie sich. Eine junge Frau stand vor ihr.
„Entschuldigung, aber ist hier vielleicht noch ein Platz frei? Ich saß die ganze Zeit im Raucherabteil, und der Gestank ist unerträglich.“
„Bitte, setzen Sie sich doch”, hörte Joy ihren Vincent sagen. Und sie dachte, sie hatte sich verhört. Aber die Frau nahm Platz. Was würde nun aus ihrem Spiel werden?
Was sollte das denn?, maulte sie im Stillen. Erstaunt sah sie Vincent an. Doch der nickte ihr zu und sagte mit ruhiger Stimme: „Setz dich nur.”
Als Joy Platz nahm, beobachtete sie, wie Vincent das Gepäck der Fremden auf der Ablage verstaute. Und es kam noch schlimmer: Er schien Joy gar nicht mehr zu bemerken. So vertieft war er in das Gespräch mit der Fremden. Woher sie komme, wollte er wissen – sie unterhielten sich über ihren Beruf. Aber Joy beschloss zu schweigen. Sie war enttäuscht. Und wütend. Was sollte dieses Spiel?
Blöder Kerl, dachte sie und kramte ein Buch aus ihrer Tasche. Provokativ begann sie zu lesen, während die beiden sich weiterhin angeregt unterhielten.
Draußen war es dunkel geworden. Statt grüner Felder zog nun eine schwarze Wand an den Fenstern vorbei. Der Zug hielt. Menschen stiegen ein. Der Schaffner kam erneut und kontrollierte die Fahrkarte der jungen Frau.
Für die nächsten zwei Stunden würde der Zug nicht mehr halten, antwortete Joy ihrem Herrn, der sie danach gefragt hatte, wie lange es bis zum nächsten Bahnhof dauern würde.
Als der Schaffner verschwunden war, hörte sie Vincents Stimme – sie war wieder dunkel und streng: „Joy, steh auf und verschließe die Tür.“
Zunächst wollte sie antworten: Du sitzt doch viel dichter an der Tür. Mach es doch selbst. Aber als sie seine Augen sah, wusste sie, dass es besser war zu schweigen. Sein Blick war kühl und beherrscht. Sie spürte ein kaltes Kribbeln über ihren Rücken laufen. Sie stand auf, ging zur Tür und verriegelte sie. Dann setzte sie sich wieder auf ihren Platz und schlug ihr Buch auf.
Doch Vincent war noch nicht fertig: „Joy, was soll das? Willst du mich provozieren?“
„Ich weiß nicht, was du meinst, Vincent“, erwiderte sie. Und sie merkte, dass sie zickig klang.
Als sie diese Worte ausgesprochen hatte, wusste sie, dass sie lieber geschwiegen hätte. Er war nicht mehr der „Nachbar”, mit dem sie so sprechen konnte – Vincent hatte wieder seine dunkle Seite angenommen. Aber warum, verdammt, musste diese Tussi auch auftauchen? Joy hatte sich so gefreut. Und nun das. Alles vorbei.
„Joy!“ fuhr Vincent sie scharf an, sodass sie zusammen zuckte.
Die junge Frau schaute Vincent neugierig, aber auch unangenehm berührt an.
Joy hörte, wie ihr Herz schlug. Unregelmäßig. Laut. Jeder Schlag ein kleines Beben in ihrem Körper. Was würde jetzt passieren, würde er ihre Reise abbrechen? Sie kannte ihn nicht gut genug, um seine Reaktion einzuschätzen.
Joy war eine schöne Frau. Die Aufmerksamkeit der Männer fiel ihr zu. Immer. Keiner behandelte sie wie er. Und sie wusste mit ihrer Schönheit zu spielen – sie machte sich gern einen Spaß daraus, die Männer um den Finger zu wickeln. Aber mit Vincent war das anders. Er war undurchsichtig. Geheimnisvoll. Schien sich nicht blenden zu lassen von ihrem Äußeren. Er wollte ihre Seele. Und das erregte sie auf eigentümliche Weise.
Ja, manchmal glaubte sie, dass sie alles für ihn tun würde, was er von ihr verlangte.
„Sieh mich an, Joy“, sagte er nun.
Aber sie wagte es kaum. Sie nahm ihren Mut zusammen und blickte ihm in die Augen. Sie waren nun noch tiefer, durchdringlicher – kälter. Sie spürte, wie ihr Körper zu zittern begann. Auch, weil sie nicht wusste, was nun passieren würde.
Joy fühlte sich ausgeliefert. Die Fremde saß neben Vincent. Und beobachtete die beiden. Joy fühlte sich nackt – obwohl sie angezogen war. Ausgeliefert. Ihr war das unangenehm. Und trotzdem sagte ihr Kopf: Weiter, bitte – mach weiter, Herr. Es war ein merkwürdiger Zustand, in dem sie sich befand, zerrissen, ängstlich und gleichzeitig dunkel und lustvoll.
„Öffne deine Bluse und zieh deinen Rock hoch, Joy.“


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Diesen Artikel haben wir im August 2012 in unser Sortiment aufgenommen.


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