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Die Sonnenprinzessin, Michael Sagenhorn

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Die Sonnenprinzessin v. Michael Sagenhorn

Folgen Sie uns auf die Welt Avalgaron. Dort träumt der junge Bauer Invero von einem aufregenden Leben voller Abenteuer. Er kann nicht ahnen, dass sich seine Wünsche schon bald erfüllen, denn auf der Welt der Götter herrscht Migrapai, die Sonnenprinzessin.
Ihre Schönheit wird nur von ihrer Grausamkeit übertoffen. Eine ihrer liebsten Beschäftigungen ist es Sterbliche in ihren Bann zu ziehen, um sie gegeneinander auszuspielen.
Unter Migrapais Einfluss werden aus treuen Freunden Totfeinde, gehen Reiche durch grausame Kriege zugrunde.
Als Invero auf die Sonnenprinzessin trifft, muss er über sich selbst hinauswachsen, wenn er an dieser Begegnung nicht verzweifeln will.

Wörter: 18.925, 70 S.

Inhalt: Romance, Romantisch, Liebesroman, romantischer Roman, Abenteuer, Liebe, Fantasy, Verführung

Leseprobe:

Der Schlachtenlärm schallte zu den weit entfernten Wänden der Gebirgsmassive, und sein Echo brüllte gegen den tobenden Himmel. Das Wutgeschrei der Kämpfer vereinte sich mit den grässlichen Rufen sterbender Soldaten. Ein Regen aus Wasser, Blut und Pfeilen strömte den gepanzerten Leibern auf beiden Seiten entgegen. Schwerter krachten aufeinander, Rösser donnerten gegen hölzerne Kriegsmaschinen. Die Soldaten rutschten über Matsch und aufgebrochene Körper, über Gliedmaßen und verloren gegangene Schilde.
Migrapais Gehör war so fein, dass sie Beschimpfungen und Flüche aus dem Kampfgeheul ausmachen konnte. Ein junger Soldat lag in seinem Urin und flehte nach seiner Mutter, bevor ein Gegner seinen Schädel mit einem Morgenstern zertrümmerte. Ein anderer, von einer Lanze aufgespießt, wimmerte den Namen seiner Frau, während er elend zugrunde ging. Die beiden Parteien, die verfeindeten Herzogtümern der Menschen angehörten, zerfleischten sich gegenseitig, doch einen Sieger gab es nicht.
Dennoch lächelte Migrapai still und besah mit kalten Augen das Geschehen von sicherer Entfernung aus, auf dem Balkon ihres Palastes, den Gottkaiser Loor auf ihre Bitte hin hat errichten lassen.
„Zählst du schon wieder die Leichen derer, die zu deinem Vergnügen ihr Leben gelassen haben?“, kam es leise von hinten.
Migrapai schwang sanft herum. Ihr Lächeln erstarb, doch sie erwiderte den Blick des Störenfriedes ohne Groll. „Jaron! Zur Zeit ist dein Erscheinen nicht günstig, lieber Bruder! Hat Vater dich geschickt?“
Der jung wirkende Mann senkte den Blick, um seine Trauer zu verbergen. „Vater spricht nicht sehr oft über dich. Vielleicht hat er es aufgegeben, dich ändern zu wollen.“
„Dann ist es ja gut!“ Damit wandte sie sich wieder dem Schauspiel zu.
„Warum dieser Hass, Migrapai?“
„Du ermüdest mich!“
„Du bist eine Sonnenprinzessin ...“
„Und du ein Sonnenprinz. Und jetzt lass mich in Ruhe! Ich habe die Belehrungen meiner Geschwister ebenso satt wie die unseres Vaters.“
„Es gab eine Zeit, da warst du anders. Erinnerst du dich noch, als wir den See von Sinaryen ...“
„Erspare mir deine Anekdoten über unsere Kindheit, Jaron.“ Migrapai wirbelte wieder herum und funkelte Jaron voller Abscheu an. „Das Mädchen von einst wusste nichts! Das Mädchen wusste nicht, was es bedeutet, ein Kind des Gottes Loor zu sein. Es wusste nichts von der Macht über sterbliche Kreaturen, nichts von der Schönheit jenes Leibes, den es einst als Frau besitzen würde, den es zu gebrauchen verstehen würde,  Sterbliche an sich zu fesseln.“ Migrapai streckte ihre Hand der Schlacht entgegen. „Sieh sie dir an, Bruder. Wie sie über sich herfallen, nur um sich meiner Gunst zu versichern. Armselige, traurige Geschöpfe!“
„Auch unsere Mütter waren sterblich. Vergiss das nicht! Wir sind keine Götter. Zum Teil gehören wir ihnen an.“ Jaron warf einen verbitterten Blick auf die kämpfenden Horden, dann ging er ohne ein weiteres Wort.

Die Schlacht dauerte noch Stunden. Danach überzog eine bleierne Stille die Erde, die mit einem Leichentuch aus Blut getränkt wurde. Die Sonnenprinzessin wandelte über das Totenfeld, ignorierte jedoch die gefallenen Soldaten zu ihren Füßen. Blaue Bänder umschlangen ihre Beine, deren lange Enden wehten fahnengleich stolz im Wind. Drei goldene Ketten lagen um ihren Hals, weitere Bänder verzierten die schlanken Arme. Sonst trug sie nichts. Der Sieger sollte seinen Lohn erhalten.
Im Zentrum des Leichenfeldes kniete zitternd ein kräftiger Mann. Seine zerrissene, einstmals prächtige Rüstung wies ihn als Adligen aus. Er blutete aus unzähligen Wunden und starrte schwer atmend zu Boden. Nur er hatte die Schlacht überlebt.
„Mein armer Held“, hauchte Migrapai.
Der Adlige bot alle Kraft auf und hob das Haupt. „Migrapai, mein Herz“, brachte er heraus. „Ich habe getan, was du verlangtest. Herzog Bruetten und seine Truppen sind geschlagen. Du batest mich, dir zu vertrauen, und ich habe dir vertraut. Doch nun sage mir, warum musste ich das Leben eines guten Freundes beenden und sein Herzogtum vernichten? Wollte Bruetten mich verraten?“
„Nein, Emilion! Er war dir immer ein treuer Freund.“
Der Schmerz in Herzog Emilions Gesicht wich ratlosem Unverständnis. „Aber ...?“
Migrapai kniete sich zu ihm. „Du solltest ihn vernichten, um mir eine Freude zu machen.“
Herzog Emilion liefen Tränen über die Wangen. „Nein!“
„Soll das bedeuten, du hättest mir diesen kleinen Gefallen nicht erwiesen, hättest du die Wahrheit gewusst? Was wäre unsere Liebe dann wert? Der Verlust deines Freundes und deiner Männer ist nichts im Vergleich zu deiner Belohnung.“ Migrapai nahm sein Gesicht zärtlich in die Hände. „Sieh mich an, Geliebter. Sieh hin! Träumtest du nicht von diesem Anblick?“
Herzog Emilion betrachtete die Sonnenprinzessin mit feuchten Augen. Ohne es verhindern zu können, entfuhr ihm bei ihrer Schönheit ein schmerzhaftes Lächeln.
„Ich werde dich nun verlassen, Geliebter!“
„Nein!“ Die Furcht vor dem Verlust seiner innigen Liebe verlieh dem Herzog neue Kraft. Er versuchte, sie an sich zu reißen. „Du darfst nicht gehen! Wir haben es geschworen. Wir bleiben zusammen bis zum Ende der Zeit.“
„Ich kehre in meine Heimat zurück. Nach Entara. Ich gehöre in die Welt des ewigen Lichts. Denn so hat es mein Vater beschlossen, als er Entara erschuf. Kein Dunkel soll auf seine Kinder fallen. Dort habe ich einen Palast, viel schöner als den, den er hier für mich errichten ließ. Deine Welt, liebster Emilion, Avalgaron, ist kein Ort für mich. Außerdem-“, fügte sie hinzu. „Du bist schon tot. Das Leben fließt aus deinem Körper mit jeden Tropfen Blut, der deine Wunden verlässt. Ich habe also unseren Schwur gehalten. Dir bleiben nur noch Augenblicke, doch zuvor...“

 

 


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Diesen Artikel haben wir im März 2009 in unser Sortiment aufgenommen.


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