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Im Bann der Lilie (Teil 1), Carol Grayson

  • Im Bann der Lilie (Teil 1), Carol Grayson
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Im Bann der Lilie (Teil 1) v. Carol Grayson

Marcel Saint-Jacques ringt nach einem Mordanschlag um sein Leben. Tödliche Intrigen haben den Adels-Bastard zum Ziel. In letzter Sekunde rettet ihn ein geheimnisvoller Marquis - zu einem hohem Preis: Marcel wird zum Vampir und Schüler des Marquis de Montespan. Der uralte Meister führt seinen Schüler zunächst in die adeligen Kreise, doch nicht in alle Geheimnisse der Vampire ein, um so die Kontrolle über ihn zu behalten ...

Die Wirren der französischen Revolution trennen Meister und Schüler; jeder geht seinen eigenen Weg und ist doch auf der Suche nach dem anderen, eigenen Schicksal, das gerade für den jungen Marcel eine ganz neue Berufung bereithält ...
 

Wörter: 29.368, 76 S.

Inhalt: Dark Fantasy, Vampire, Fantasy, Kurzgeschichten

 

Die WIR LESEN Büchercommunity schrieb dazu:
 
Struktur und Sprache
Sprachlich sehr ausgereift und manchmal sind mir wundervolle Sätze sofort ins Auge gesprungen. Der sprichwörtliche rote Faden zieht sich durch die gesamte Geschichte des ersten Teils. Alles in allem ein schöner Schreibstil, der auch die Fantasie des Lesers anregt.
 
Zusammenfassend
Eine sehr schöne Novelle, die ich Vampirbegeisterten Lesern gerne empfehlen kann. Durch den malerischen Schreibstil geht während des Lesens die Fantasie auf Wanderschaft.

 
 
Sabrinas Buchwelt schreibt:
 
Meinung:
Dies ist der erste Band der Trilogie "Im Bann der Lilie". Carol Grayson überzeugt durch ihren Einfallsreichtum und ihren wunderschönen bildhaften Schreibstil. In diesem ersten Teil geht es hauptsächlich um das Kennenlernen der zwei ungleichen Männer, die Wandlung Marcels und ihre Trennung und das erste Wiedersehen in den revolutionären Wirren Frankreichs.
Die Geschichte um Marcel und Julien fesselt den Leser und durch den Schreibstil der Autorin, der sehr gut zu dieser Zeit passt, wird man buchstäblich in die Vergangenheit zurückversetzt.
 
Marcel, der so viel Leid und Hass ertragen musste, wächst dem Leser sofort ans Herz, und man kann nicht anders als mit ihm gemeinsam zu leiden, zu bangen und zu hoffen.
Auch die anderen Charaktere und ihre Eigenschaften sind gut ausgearbeitet und detailliert beschrieben, wie z.B Marquis Julien de Montespan, der sich nichts sehnlicher wünscht als in diesem erfrischenden jungen Mann einen Gefährten zu finden, oder auch Elise, die von ihrem Hass zerfressen ist und alles auf sich nimmt um Marcel zu verletzen und sein Glück zu zerstören.
 
Auch die Ortschaften, Begebenheiten und die politische Situation in Frankreich schildert und beschreibt Frau Grayson sehr bildhaft, so dass man sich als Leser ohne Probleme mitten im Geschehen befindet.
 
Auf grade einmal 105 Seiten bekommen wir eine Vielzahl an verschiedenen Inhalten und Spannungsmomenten geboten. Wir erleben Hass, Intrigen, politische Machtkämpfe und eine zarte Liebesgeschichte.
Wie schon gesagt trifft der Leser immer wieder auf Spannungsmomente, die einen fesseln und das Buch viel zu schnell enden lassen. Und dort, am Ende, bleiben wir sprachlos zurück und fragen uns wie es mit Marcel und Julien weitergehen wird.


 

 


Im Bann der Lilie - MyVideo

 

Leseprobe:
Bereits am Vortage des Maskenballs waren viele der hohen Gäste angereist. Versailles platzte fast aus den Nähten vor lauter Menschen, Viele von ihnen hielten sich geziert ihre Taschentücher vor die Nasen, denn Wasser und Seife wurde – wenn überhaupt – nur selten angewandt. Dafür tauchte man lieber in edle Duftwässerchen. Ganze Wolken von Parfüm schwebten so durch die Gänge des Schlosses, etwas, das dem Marquis wie auch dem Chevalier Saint-Jacques zuwider war. Dessen Mutter hatte ihn bereits als Kind regelmäßig in den Badezuber gesteckt. Weit mehr bewunderte Marcel die prächtige Ausstattung des Herrensitzes und die Deckenmalereien.
Die Diener der Aristokraten mussten auf dem nackten Boden in der Küche oder in den Stallungen schlafen. Kaum ein Raum, der nicht belegt war. Marcel und der Marquis trafen am frühen Morgen des Festes ein. Für sie war ebenfalls eines der Gemächer vorgesehen, in dessen Mitte ein riesiges Himmelbett platziert war. Aus Platzmangel würden sie sich Zimmer wie auch Bett teilen müssen. Ein Aspekt, der den Neigungen des Marquis durchaus entgegen kam. Dieser hatte ebenfalls einen Diener aus seinem Schloss mitgebracht, der sich um ihrer beider Wohlergehen sorgte, das Gepäck auslud und die Kostüme für den Abend herrichtete. Marcel würde als Gott Apoll daher kommen, während der Marquis sich für den Höllenfürsten persönlich entschieden hatte. Die goldbestickte, ansonsten aber weiße griechische Tunika bildete einen hübschen Kontrast zu der leicht gebräunten Haut des jungen Saint-Jacques. Dazu trug er eine goldene Augenmaske, die nur die untere Gesichtspartie mit dem sensiblen Mund frei ließ. Das leicht gewellte, schwarze Haar fiel offen auf die Schultern. Eine prächtige Spange schmückte die Tunika auf der rechten Schulter. Das Tuch verlief unter der linken Achsel und ließ die linke Schulter frei. Ein breiter Oberarmreif war der Schmuck auf dieser Seite. Ein goldener Gürtel betonte die Taille, über die das Tuch locker drüber fiel. Das ganze endete in rockartigen Falten auf Kniehöhe. Ebenfalls goldene Schnürstiefel rundeten das Bild ab. Der Marquis war dagegen ganz in schwarz schimmerndes Tuch gekleidet, mit einem roten Umhang und einer ebenfalls roten Teufelsmaske. Nur seine markante Frisur mit den dunklen Strähnen im silbergrauen Haar würde ihn verraten, wenn man ihn persönlich kannte. Eine rote Schleife hielt das lange Haar hinten zusammen. Alle hatten sich in kostbare Kostüme gekleidet und repräsentierten die Geschöpfe der Mythologie ebenso wie historische Figuren. Nachdem der König seine Gäste, welche alle einzeln vom Marshall angekündigt wurden, begrüßt hatte – was allein drei Stunden in Anspruch nahm – eröffnete er den Ball. Das mehrköpfige Orchester spielte zum Tanz auf und der Champagner floss in Strömen. Der Marquis hielt sich lieber etwas abseits von dem Trubel und plauderte mit dem einen oder anderen der Gäste auf der Empore, von wo aus man den darunter liegenden Tanzsaal im Auge behalten konnte. Madame de Montespan – nun wieder rank und schlank – trat zu ihm in einem übertrieben jugendlichen Kostüm eines Blumenmädchens. Ihr künstlicher Leberfleck hatte nun die Form eines Herzens angenommen.
„Ich danke Euch für Eure Unterstützung, Marquis. Meine Konkurrentin hat den Hof verlassen, da der Arzt ihr dringend zu einer Luftveränderung riet. Der König ist mir wieder wohl gesonnen, was vielleicht auch an Eurem kleinen Rezept für einen Liebestrank liegt.“ Sie kicherte leise.
Der Marquis verbeugte sich.
„Ich bin entzückt, Euch so wohlbehalten und fröhlich wieder zu sehen. Meine herzlichsten Glückwünsche zur Geburt Eurer kleinen Tochter.“
Es folgten noch einige belanglose Höflichkeitsfloskeln. Die Geräuschkulisse in den hohen Räumen bestand aus einer Mischung aus Musik, Gesprächsfetzen und dem leisen Klirren von Kristallgläsern. Obwohl ihn immer wieder der ein oder andere Gast in eine Unterhaltung verwickelte, ließ Julien seinen Schützling nicht aus den Augen, der sich unten im Saal prächtig amüsierte. Der Gedanke, Marcel in dieser Nacht bei sich zu haben, ließ wohlige Schauer über seinen Körper rieseln. Er konnte es kaum erwarten, dass das Fest zu Ende ging.
Der junge Chevalier unten im Tanzsaal wurde geradezu umschwärmt, wobei Julien bemerkte, dass die hübschen Dekolletés der schäkernden Damen ihn scheinbar wenig interessierten. Selbst der Sonnenkönig schien an ihm Gefallen zu finden, wandte er sich doch im Vorübergehen dem Jungen zu. Verkleidet als Göttervater Zeus begrüßte er seinen Standeskollegen aus dem Olymp natürlich mit scherzhaften Worten. Es hätte ein unbeschwertes, fröhliches Fest werden können, wäre da nicht Elise Saint-Jacques gewesen. Niemand hatte sie in dem figurbetonten, ägyptischen Kleid und der schwarzen Perücke bislang erkannt, hielt sie sich doch sonst von solchen Gesellschaften eher fern. Auch sie trug eine Augenmaske. Nicht, dass es ihr an Verehrern hier gemangelt hätte, nein, sie war auf der Suche nach einem ganz bestimmten Mann. Immer wieder blickte sie prüfend in die Menge. Den jungen Apoll erkannte sie sofort als ihren Halbbruder. Es kostete Elise Mühe, ihr potentielles Opfer zu umschmeicheln wie eines dieser kichernden Dämchen, die sich hinter ihren Masken und Fächern versteckten. Höfische Spielereien waren ihr fremd. Aber sie schaffte es, den hübschen Jungen auf einen der Balkone zu entführen. Die Luft war kühl, doch die Säle waren dermaßen überheizt, dass die frische Nachtluft den eifrigen Tänzern gut tat. Draußen roch es nach totem Laub. Für einen Moment waren sie allein, und Elise schlang die Arme um den schlanken Göttersohn, der seinerseits die Hände in ihre Taille legte. Sie gab vor, einen leichten Schwips vom Champagner zu haben und schäkerte mit ihm, um ihn abzulenken. Marcel, selbst ein wenig angeheitert, hatte keine Ahnung, wer ihn da umgarnte. Hinter seinem Rücken öffnete die Comtesse das verhängnisvolle Schmuckstück an ihrem Finger, drehte den Ring nach innen und presste den vergifteten Dorn in den Nacken von Marcel Saint-Jacques. Dieser schrie vor Schreck und Schmerz auf, da hatte Elise ihn schon verlassen. Er fasste sich an die Stelle zwischen den Schulterblättern, die er jedoch nicht erreichen konnte. Schon verschwamm die Umgebung vor seinen Augen, und die Beine wollten ihn nicht mehr tragen. Er sank hilflos zu Boden. Für einen unbeteiligten Zuschauer musste es aussehen, als würde er seinen Rausch ausschlafen. Von Ferne dröhnten die Musik und das Gelächter der Gäste in seinen Ohren, wurden zu einem tosenden Rauschen, bis eine gnädige Ohnmacht seinen Geist einhüllte. Marcel bekam nicht mehr mit, wie starke Hände ihn hochhoben. Der Marquis war den beiden gefolgt, wurde jedoch doch die dicht gedrängte Menge aufgehalten, die bereits die Sekunden bis zur Demaskierung zählte. Das mächtige Glockenwerk einer Standuhr im Ballsaal hatte bereits die Mitternacht eingeläutet.
Er beobachtete von Ferne, was die Unbekannte anrichtete, rief noch laut „Marcel, Attention!“, doch sein Ruf ging in dem Wirrwarr aus Stimmen und dem Stakkato der Violinen unter.
Unsanft drängte Julien die edlen Damen und Herren beiseite, als er sah, wie sein Mündel danieder sank und die Ägypterin sich in Richtung Ausgang schlängelte. Um die Attentäterin konnte er sich jetzt nicht kümmern, doch er wusste, wer unter dieser Maske steckte! Nun war er gezwungen, zu handeln. Viel früher, als er es eigentlich geplant hatte.


 


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