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Frei und unanständig, Carmen Antonio

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 Frei und unanständig v. Carmen Antonio

Im heimischen Pool rasiert Carmen, ganz unverklemmt, ihrem Paul einen glatten Schnorchel, der anschließend sehr gerne eintauchen darf. Ja, schon als Teenager machte sie spritzige Erfahrungen in der Umkleidekabine, und es war nicht der Kleiderständer. Inzwischen meldet sich der Ernst des Lebens manchmal uneingeladen, doch den Spaß lässt sie sich nicht verderben.

So trifft sie in Fuerteventura auf ihren alten Schulkameraden Marco, der nun nicht mehr alleine surfen muss, sondern Carmens Hand unter seinem Badetuch das Surfbrett sucht. Ran an die Kokosnüsse!

Auch Nacktbaden oder Quickie am Strand oder die hocherotische Körperbemalung mit sehr intensivem Abduschen. Vor dem Spiegel, in den Dünen, geiler Strip mit Happy End. Stets besonders, leidenschaftlich, laut, befriedigend.

Wieder daheim warten auch ohne kanarische Sonne heiße Abenteuer, die sie nur ihrer besten Freundin Anja erzählen kann ...

Wörter: ca. 76.000, 199 S.

Inhalt: Sex, Vanilla, Gruppensex, Spanking, Sex Toys, FKK, Andreaskreuz, Handarbeit, Erotik, erotische Geschichten, Sex Geschichten

 

Leseprobe:

Meiner Freundin und Privatpatientin kann ich heute meine Abenteuer brühwarm erzählen. Früher hätte ich Hemmungen gehabt, eine bettlägerige junge Frau in ihrer privaten Wohnung mit Geschichten von bettlägerigen Greisen zu unterhalten. Aber Anja mag es lieber, wenn ich nicht verklemmt bin.

Ausführlich schildere ich, wie die Damen und Herren im Pflegeheim die Lachshäppchen und Ingwer-Hähnchenbrüstchen – auch mit wenig Zähnen – verspeisten. Die Snacks hatte eine Kollegin von einer privaten Feier übrig und am nächsten Tag die Heimbewohner damit überrascht. Rein rechtlich durften wir das wahrscheinlich gar nicht.

Doch mein Rechtsempfinden, inklusive des ganzen Pflegeheim-Themas, scheint Anja im Moment kaum zu interessieren.

Sie hakt eher bei der vorhin beiläufig erwähnten Jugendsünde nach.

Eigentlich sollte ich Anja den Rücken und den Hintern eincremen, damit sie sich nicht wund liegt, aber das muss warten.

„Details, Carmen, Details! Was ist da gelaufen zwischen dir und diesem Marco?“ 

Ich versuche erst gar nicht, mich rauszureden oder abzulenken. Anja scheint in ihrem verstellbaren Pflegebett feinste Antennen eingebaut zu haben. Schon meine kleinste Verlegenheit reicht ihr aus, um mich mit einem ungeduldigen „Moment, Moment“ zu bremsen. 

„Moment, ich muss das Rückenteil hochstellen.“ Mit ihren steifen Fingern findet sie zügig den richtigen Knopf auf der Fernbedienung und fährt sich so runter auf mein Sessel-Niveau. 

Ich darf dann noch meine Füße auf ihrer Matratze ausstrecken, sodass wir beide es bequem haben. Sie hält nur noch die kleine Haarbürste in der rechten Hand. Die hält sie fast immer, wenn ich sie sehe. Die gibt ihr eine gewisse Illusion von Autonomie. Ein Kerl kann wohl kaum begreifen, wie wichtig es für uns ist, sich die Haare zu kämmen. Es geht nicht um Frisuren. Es geht darum, allein über seinen Körper zu bestimmen, sich gestalten, wie man will, wann man will und wo man will. Und wie oft man will!

Die Muskeldystrophie hat an den Händen angefangen und an den Füßen. Es heißt, der Rückgang der Muskulatur sei nicht aufzuhalten, doch das beunruhigt sie nur bedingt. Sie macht kleine Fortschritte, glaubt sie. Ist ihr scheiß egal, wenn sich die Wissenschaft dagegen wehrt. 

Wenn sie sich kämmt, dann funktioniert das am besten, wenn das Rückenteil hochgestellt ist. Der Kopf geht dann eher zur Hand als umgekehrt. Rassig sieht sie aus mit ihrer halblangen blonden Löwenmähne. Hat fast ein bisschen was von Jill Munroe aus Drei Engel für Charlie.

„Und dieser Marco hat also nach eurer Schule Koch gelernt. Und du hast dann mal von seinem Kochlöffel genascht – oder wie war das?“

„Na ja, was heißt gena–“

„Komm, gib’s zu!“

„Es war kurz nach der Mittleren Reife. Im Kaufhaus, in der Umkleidekabine. Wir hatten Klamotten gekauft.“

„Ihr wart also richtig zusammen?“

„Wir waren überhaupt nicht zusammen. Ich war schrecklich schüchtern und wahrscheinlich deshalb solo.“

„Ach! In so einer Umkleidekabine trifft man sich ja oft so ganz zufällig …“

„Ob er eine Freundin hatte, das wusste man damals nie so ganz aktuell. Jedenfalls standen wir uns in den Umkleiden gegenüber, Wand an Wand. Jeder mit einer Jeans überm Arm.“

„Und, wer ist zu wem in die Hütte gekrochen?“ 

„Ich zu ihm. Es war die dümmste Anmache der Welt, als er fragte, ob ich ihm helfen könne. Er hatte, meine ich, gar nicht damit gerechnet, dass ich eher will als er. Ich glaube, ich hatte mich nicht mal umgeguckt, ob mich jemand verschwinden sieht. Tja, und dann stand er da in der Unterhose.“

„Und dann hast du ihm einen ge...“ 

Anja merkt nicht, dass sie gerade unruhig am Griff ihrer Haarbürste rumspielt – trotz Kontrakturen an der Hand.

„Ja, puh!“

„Echt? Und wo habt ihr es dann hingeschmiert?“ 

Ja, Anja macht keine Umwege. Ich muss mich erst für einen Moment wieder fassen, wenn ich daran denke, dass ich das gemacht hatte, noch bevor ich überhaupt einen Jungen richtig geküsst hatte. 

Anja deutet diese kurze Verlegenheit anders. „Du hast es geschluckt! Ja, leck mich am A...“ 

„Nein! Wir haben die neue Jeans genommen – das Hosenbein, innen.“

„Iiieh! Der Nächste wird sich dann gefreut haben.“ Sie lacht laut, fies und erfrischend und bohrt weiter: „Hat er eigentlich gestöhnt, das hört man doch draußen?“ 

Ich kann mich nur noch an die aufgerissenen Augen und seinen Mund erinnern. „Nee, gestöhnt hat er nicht, glaube ich. Vielleicht ein gepresstes Mmh.“

„Und dann?“  


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Diesen Artikel haben wir im September 2022 in unser Sortiment aufgenommen.